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Perspektiven eröffnen .... Nachhaltigkeit als Verpflichtung
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Europas Verantwortung für Korallenriffe

Auch oder gerade die Menschen in Europa sind mitverantwortlich für den Zustand der Korallenriffe in den Tropen. Sich dieser Tatsache zu stellen und Möglichkeiten zu erörtern, die Riffe zu schützen oder wieder zu beleben, trafen sich internationale Wissenschaftler*innen im Haus der Wissenschaft in Bremen.

Antragstellerin

FishMarketSurveyPohnpeiDr. Sonia Bejarano

Leiterin der Arbeitsgruppe "Reef Systems Research"
am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung, Bremen

www.leibniz-zmt.de

Die KELLNER & STOLL-STIFTUNG begrüßt nicht nur die internationale Ausrichtung der Tagung, sondern auch die Fragestellung hinsichtlich der Verantwortung Deutschlands und Europas sowie die Einbeziehung der Bremer Öffentlichkeit. Sie fördert deshalb die Veranstaltung mit 1.500 Euro.

Projektbeschreibung

SoniEnCampo2Viele, auch Europäer*innen, genießen die Schönheit der Riffe. Einige, unter ihnen Dr. Sonia Bejarano vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung in Bremen, haben ihre wissenschaftliche Leidenschaft für sie entwickelt und widmen sich vor allem den Problemen der Riffe. Diese resultieren u.a. aus dem Klimawandel, der Überfischung, der Verschmutzung der Meere, der Versauerung der Ozeane und der Zerstörung auch durch den Tourismus. Kommen mehrere Faktoren zusammen, ist die Existenz der Riffe besonders stark bedroht.

Im Rahmen des Internationalen Jahres der Riffe 2018 findet in Bremen im Haus der Wissenschaft unter Federführung des ZMT eine Tagung statt, die sich mit der Verantwortung und dem Respekt Europas für die tropenschen Korallenriffe auseinandersetzt:

Capturing Europe's Respect of Tropical Coral Reefs

Das CAPTURE-Kolloquium versammelt bekannte Forschende aus aller Welt versammeln, um

  • zu zeigen, wie und warum die Zerstörung und der Schutz der tropischen Korallenriffe nicht nur Nationen in den Tropen, sondern auch in Europa und der Welt betreffen,
  • neue proaktive Wege zu finden, die Wissenschaft, praktisch Arbeitende und Regierungen als Reaktion auf die sich schnell entwickelnde Krise der Korallenriffe einschlagen können, und
  • zu untersuchen, ob und wie diese Ansätze zu einer verlängerten Lebensdauer der Riffe, ihrer biologischen Vielfalt und ihrer Ökosystemdienstleistungen führen können.

Die Veranstaltung adressiert jedoch nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Bremer Öffentlichkeit wurde bereits während der Maritimen Woche zum offenen Teil des Kolloquiums eingeladen. Auch die regionalen Medien werden verstärkt einbezogen.

Die preisgekrönten Filmemacher Claudia und Hendrik Schmitt von „The Jetlagged“ moderieren eine Fragerunde dazu, wie drängende wissenschaftliche Fakten der Öffentlichkeit kommuniziert werden können und welche Bedeutung wissenschaftliche Filme dafür haben. „The Jetlagged“ zeigen mit „The Patterns of the Oceans“ auch eine Dokumentation in Spielfilmlänge.

Coral Reef 1

Das CAPTURE Kolloquium bringt Wissenschaft, Management und Nicht-Regierungsorganisationen zusammen, um Handlungsansätze für die Zukunft der Riffe und all derer, deren Wohlergehen davon abhängt, zu erarbeiten. Der Transfer dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Öffentlichkeit ist ein elementarer Schritt, um Bewusstsein für die Lage und Handlungsbereitschaft zum Erhalt der Korallenriffe zu schaffen. Zum ersten Mal werden Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt traditionelle Schutzmaßnahmen mit neuen, proaktiven Herangehensweisen zum Schutz der Riffe vergleichen. So sollen Rückschlüsse auf Wirkungsweise und Effizienz der Maßnahmen gezogen werden mit dem Ziel, den Bedarf an innovativen Forschungsansätzen kritisch abzuschätzen. Die Zusammenstellung der wichtigsten Daten und Fakten zu Korallenriffen für europäische und außertropische Länder stellt das zentrale Ergebnis des Kolloquiums dar, das die Rolle dieser Länder in die Krise der Korallenriffe definiert. CAPTURE informiert in Deutschland und Europa über den globalen Wert der Korallenriffe. So ermöglicht diese Veranstaltung das tiefgreifende Verständnis dafür, welche Leistungen Korallenriffe erbringen und welchen Einfluss sie auf unser Leben und Wohlergehen haben, auch hier weit entfernt von tropischen Meeren.

Installationen einer Hamburger Schulklasse

Eine Schulklasse aus Hamburg hatte Plastik gesammelt, um daraus Installationen zu basteln, die auf die Problematik des Meeresmülls und der Bedrohung der Korallenriffe hinweisen. Die Schüler*innen hatten sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und wussten ihre Kunstwerke selbstbewusst zu erklären.

installation

Impressionen