2026
Auch in 2026 passiert wieder einiges rund um die Stiftung. Wir berichten an dieser Stelle. Was in 2025 und den Jahren davor geschah, kann unter dem entsprechenden Reiter im Archiv nachgelesen werden.
OPEN CAMPUS
Nicht in Pagodenzelten, wie in den Vorjahren, sondern im GW2 und im MZH stellte sich die Universität der interessierten Öffentlichkeit, die zahlreich erschienen war, dar. Für Klein und Groß gab es interessante Einblicke in das Innere dieser "Forschungsmaschine". Einige nutzten die Gelegenheit auch, um sich Anregungen für ein künftiges Studium zu verschaffen. Das Rektorat war vollzählig erschienen, die Rektorin sogar im passenden Outfit. Die Entscheidung, sich ins Innere der Universität zurückzuziehen, erwies sich als Volltreffer, denn der Regen mit heftigem Wind hätte sicherlich etliche Interessierte vom Kommen ferngehalten. So konnte man sich gut und geschützt unterhalten, Neues erfahren, Bekannte treffen. Auch einige Institute nutzten die Chance, sich der breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Diese Tage sind so wichtig, denn letztlich sind es die Bürgerinnen und Bürger, die "ihre" Universität mit den Steuergeldern finanzieren. Sie haben ein Recht darauf zu erfahren, was damit passiert. Und klüger wird man auf jeden Fall nach so einem Tag.
35 Jahre ZMT
Das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung feiert 35. Geburtstag. Der Veranstaltungsort konnte nicht besser gewählt sein. Im der Pazifik-Ausstellung des Überseemuseums waren viele Menschen zusammengekommen, die dem ZMT verbunden sind: als Aktive oder Ehemalige, seien es Mitarbeitende oder Studierende. Grußworte aus Indonesien und Kolumbien unterstrichen die internationale Ausrichtung des Instituts. Seit seiner Gründung haben sich die Bedingungen, unter den die tropischen Küstenökosysteme erforscht werden, sehr geändert. Oft war von turbulenten Zeiten, in denen die Wissenschaft sich heute ganz neuen Herausforderungen gegenübersieht, gesprochen. Auch die Skepsis gegenüber den Ergebnissen ist gewachsen, bis hin zur Leugnung klarer Erkenntnisse. Trotzdem ist dies kein Grund, den Kopf in den Küstensand zu stecken. Viele engagierte Menschen stehen bereit, die Forschung in engem Austausch mit den Menschen in den tropischen Regionen voranzutreiben und auszubauen. Für die Stiftung ist das ZMT von Anbeginn an ein wichtiger Partner, dem wir für die nächsten Jahre alles Gute wünschen.
Von der Ausnahme zur Selbstverständlichkeit
Immer mehr Veranstaltungen finden nun im Forum am Domshof statt. Das Motto "Von der Ausnahme zur Selbstverständlichkeit" wurde im Rahmen der Ausstellung "Versäumte Bilder" beleuchtet. Die versäumten Bilder, KI-generiert, zeigen Wissenschaftlerinnen, die viel zu wenig Beachtung fanden und von denen es deshalb - im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen- auch kaum Fotos gibt. Die Ausstellung sollte zeigen, wie diese vielleicht ausgesehen hätten. Aber auch heute ist längst noch nicht alles selbstverständlich. Frauke Meyer, im Bild 2. von links, war die erste Kanzlerin der Universität Bremen. Prof. Dr. Jutta Günther folgte dann als erste Rektorin. Unter der Moderation von Conny Ladenthin (links) und Marica Tomiak (rechts) diskutierten die beiden, was getan werden muss, damit sie keine Ausnahmen bleiben. Die Leiterin des Universitätsarchivs (Mitte), Sigrid Dauks, gab einen interessanten Einblick in die Vergangenheit der Universität, in der Frauen durchaus, wenn auch in geringer Zahl, eine wichtige Rolle spielten. Wir jedenfalls sind sehr froh, mit einer Universität zusammenzuarbeiten, an der heute Frauen eine wichtige und zentrale Funktion einnehmen.
Rollout des BreMo 26
Noch eine Woche früher als im letzten Jahr, nämlich schon am 29. Mai wurde der seit Anfang des Jahres neu zusammengebaute BreMo 26 einem großen Kreis an Interessierten, darunter Freunde, Geschwister, Eltern, Sponsoren, vorgestellt. Natürlich hatte es auch diesmal wieder auf dem Weg vom sog. Design Freeze bis zum fertigen Wagen einige Hindernisse gegeben, die zu überwinden waren. Stolz war das Team auf den neu gewonnenen Sponsor Mercedes Benz, Niederlassung Bremen. Und so konnte der sog. Rollout auch in den Räumlichkeiten bzw. auf dem Außengelände des Werkes in Bremen Sebaldsbrück beim Kundencenter stattfinden. Weiter vorangetrieben wurden technische Neuerungen, vor allem aber hat man an einer Gewichtsreduktion gearbeitet. Und auch das Kapitel "Driverless" wurde entscheidend weiter bearbeitet, so dass sich das Bremergy-Team aus ca. 65 Studierenden der Universität Bremen und der Hochschule Bremen entschlossen hat, sich auch für diesen Wettbewerb anzumelden. Natürlich drücken jetzt alle die Daumen, dass nichts Unvorhergesehenes mehr passiert und in allen drei ausgewählten Austragungsorten nicht nur ein guter Start gelingt, sondern auch eich erfolgreicher Zieleinlauf.
Mitgliederversammlung Stiftungshaus e.V.
Schon seit langem sind wir im Stiftungshaus Mitglied und nehmen aktiv an den Veranstaltungen teil. So ist es auch selbstverständlich, dass wir zur Mitgliederversammlung erscheinen. In diesem Jahr gab es zudem eine besondere Verbindung: Das Treffen fand im Forum am Domshof der Universität Bremen statt, begrüßt wurden wir von der Rektorin der Universität, die gleichzeitig auch Vorsitzende des Kurtoriums der Stiftung der Universität Bremen, und damit unserer Treuhänderin, ist. Alles fügte sich demnach auf das beste. Die Versammlung selbst verlief ohne große Diskussionen. Es gab schließlich nichts gegen die Arbeit des Stiftungshauses und des Vorstands einzuwenden, eher im Gegenteil. Der Verein bringt mittlerweile über 150 Stiftungen, gemeinnütze Vereine oder Organisationen zusammen. Der Austausch ist - auch das zeigte sich nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung - rege. Die Vernetzung findet immer wieder neu statt. Nun hoffen wir, dass es auch in Bremen gelingt, die Gemeinschaft der ehrenamtlich Organisierten zu mobilisieren, um eine Stimme zu sein für Demokratie, Respekt und Toleranz. Die Anfeindungen gegenüber der sog. Zivilgesellschaft nehmen zu. Wir müssen uns wehren.
Verleihung des CAMPUS PREIS
In den letzten Jahren waren wir im GW2 mit dem Charme der ersten Universitätsjahre aus den 1970ern. Nun aber der Kontrast: als Veranstaltungsort fungierte das neue Zentrum für Tiefseeforschung des marum, sehr modern und mit aller Technik ausgestattet, die eine solche Feier benötigt. Außerdem gab es im Vorraum mit dem breiten, lichten Flur und dem Blick ins Unigrün einen wunderbaren Ort, um den Abend ausklingen zu lassen. In diesem Jahr gab es zwei Preisträgerinnen aus Disziplinen, in denen Frauen immer noch unterrepräsentiert sind: Elektronik und Produktionstechnik. In letzterem Bereich hatte Lana Draghinazzi ihre Masterarbeit angefertigt. Shadi Attarha aus der Elektronik hat mit der Erarbeitung eines neuartigen Algorithmus eine ungewöhnliche Brücke in die Landwirtschaft geschlagen und ihre Dissertation in Kooperation mit Sri Lanka, Kamerun und Thailand erstellt. Eine kurze Beschreibung der ausgezeichneten Arbeiten gibt es hier auf dieser Internetseite unter CAMPUS PREIS und auf der Webseite des CAMPUS PREISES selbst: https://campuspreis.de
Einer schönen Tradition folgend, versammelten sich am Schluss alle Nominierten, Nominierenden, Jury-Mitglieder, sofern sie anwesend sein konnten, und die Preisträgerinnen mit der Rektorin.
Ehrung der Stifterin und des Stifters
Der Abend der Verleihung des CAMPUS PREISES endete mit einem besonderen Programmpunkt: die beiden Stifter wurden zur Ehrenbürgerin und Förderin bzw. zum Ehrenbürger und Förderer der Universität Bremen ernannt. Der Akademische Senat hatte dies bereits im Januar beschlossen, offiziell und öffentlich wurde es aber nun anlässlich des 10. Jubiläums des Preises, der von den beiden ins Leben gerufen wurde. Für sie war diese Auszeichnung ebenso Anerkennung der bisheringen Stiftungsarbeit aus nun mittlerweile 14 Jahren mit über 100 Projekten als auch Ermutigung und Aufforderung, nicht nachzulassen. Das konnte zumindest für solange versprochen werden, wie es die Gesundheit der beiden mittlerweile über 70Jährigen erlaubt. Das eine bedingt das andere: die Kooperation mit den wissenschaftlichen Einrichtungen und die vielen Gespräche mit den Geförderten, zumeist junge Wissenschaftler:innen hält ganz eindeutig fit.
Stimmtisch im Loft
Wieder einmal ein Stammtisch dr Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten. Dieses Mal hatten sie in das Loft am Bahnhof eingeladen. Schon einmal waren wir im Rahmen des Programms dort, saßen allerdings allein mit einer Studentin. Das war nun anders. Die Projektgruppe "Stammtisch" hatte ein Quiz im Pub vorbereitet. Erstaunlich, kaum geht es um fast nichts - also nur um eine Tafel Schokolade - schon entwickeln alle erstaunlichen Ehrgeiz, das Quiz zu gewinnen. Als einzige Sponsorin hatte ich mit einer Masterstudentin aus dem Lehramt eine sehr passende Mitstreiterin. Was sie nicht wusste, wusste ich und umgekehrt. Am Ende haben wir beide das Quiz tatsächlich gewonnen. Es hat viel Spaß gemacht, gab nette Gespräche und auch die Gelegenheit, neue Gesichter kennenzulernen. Fabian Oestreicher, der die bisherige Verantwortliche für da Deutschlandstipendium in ihrer Elternzeit vertritt, kommt langsam an und bringt wieder neue Ideen aus seiner bisherigen Tätigkeit mit Start Ups in die Programmatik. Wir freuen uns schon auf den nächsten Termin, an dem wir dann wieder teilnehmen können.
Stiftungshaustreffen in Worpswede
Das Stiftungshaus hatte zu einem besonderen Treffen eingeladen. Es ging in den Landkreis Osterholz nach Worpswede. Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, sich nicht nur über das aktuelle Stiftungsrecht und die Bedeutung von Anlagenrichtlinien zu informieren, sondern auch zu erfahren, wie es um die Renovierung des sog. Café Verrückts steht. Es war beeindruckend zu sehen, wie der Hoetger-Bau allmählich wieder zum Vorschein kommt. Man darf sich auf die Wiedereröffnung ganz sicher freuen. Die Ausstellung "Respekt" in der Großen Kunstschau bietet zudem eine ganz neue Perspektive. Nur ein Bild der Jubilarin Paula Modersohn-Becker wird gezeigt, an ihm aber wird ein ganzes Kaleidoskop von Überlegungen ausgebreitet, die ein aufmerksames Studium verdienen. In einem anderen Raum wird unser Verhältnis zur Natur und ihre Zerstörung für die Nutzung fossiler Energien thematisiert. Die Worpsweder bieten so viel mehr als Landschaftsbilder! Natürlich kam das Netzwerken nicht zu kurz, in diesem Fall mit Stiftungen aus dem Bremer Umland und aus Bremen.
Netzwerktreffen von Bremergy
Das Team Bremergy hatte zu einem Netzwerktreffen in den Digital Hub Industry eingeladen und gleich einiges an Neuigkeiten zu verkünden: Zum einen gibt es jetzt auch eine vertiefte Kooperation mit dem DHI, die heutige Begegnung zeigte dies bereits. Zum anderen ist nun auch das Mercedes Werk Bremen Sponsor des hieisgen Formular Student Teams. Ein lang gehegter Wunsch geht damit in Erfüllung. Nach erfolgreicher Teilnahme an den theoretischen Vorprüfungen, den sog. Quizzen, konnte die Gruppe sich aussuchen, an welchen Events das Bremer Team in diesem Jahr teilnehmen möchte. Sie haben sich für Tschechien, Spanien und Ungarn entschieden. Die beiden Veranstaltungen in Osteuropa sind für die Gruppe neu und wir sind gespannt, welche Erfahrungen sie dort sammeln werden. Der Ehrgeziz ist jedenfalls groß und der Fahrplan bis zur Abreise im Juli ist straff. Aber noch, so wurde uns versichert, liegt alles im Plan. Das Team ist deutlich größer geworden. Erfahrene Mitglieder mischen sich mit Neuzugängen, was ganz offensichtlich gut funktioniert. Und schon jetzt sind sich alle einig: Sie lernen jeden Tag dazu, nicht nur technisch, sondern vor allem auch in Fragen von Projektmanagement, Kommunikation, Konfliktbewältigung, Stressresistenz, um nur einige Punkte zu nennen. Diese Fähigkeiten werden auf dem Arbeitsmarkt gesucht. Dass sie damit punkten können, zeigt, wohin die ehemaligen Teammitglieder gehen, wenn sie ihren Abschluss gemacht haben. Sie finden interessante Berufsangebote, teilweise sogar in Bremen.
Jury-Sitzung für den CAMPUS PREIS
Heute war es wieder so weit: Die Jury für den CAMPUS PREIS kam zu ihrer entscheidenden Sitzung zusammen. Nachdem alle Jury-Mitglieder ihre Bewertungen im voraus abgegeben hatten, ging es nun darum, gemeinsam aus den drei Nominierungen für die Kategorie "Dissertationen" und den acht Bewerbungen für die Kategorie "Masterarbeit" die Preisträger:innen zu ermitteln. Wie in den vorausgegangenen neun Jury-Runden war es auch dieses Mal wieder sehr schwer, die eine Arbeit aus den Einsendungen auszuwählen, denn es lagen sehr gute und überzeugende Nominierungen und durchaus auch unterschiedliche Einschätzungen der verschiedenen Jury-Mitglieder vor. Aber entschieden werden musste. Und so ging es dann am Ende recht schnell und vor allem einvernehmlich. Bekannt gegeben werden die Gewinner:innen dann bei der Preisverleihung am 21.05. im marum. Bis dahin liegt noch einiges an Arbeit vor uns, um die Jubiläumsfeier zu einer gelungenen Veranstaltung zu machen.
Stammtisch mit den Deutschlandstipendiatinnen
Der erste Stammtisch in diesem Jahr führte uns in ein arabisch-indisches, kurz orientalisches Ambiente mit entsprechenden Speisen und Düften. Es waren erstaunlich viele Stipendiatinnen und ein Stipendiat gekommen. Ja, wo sind nur die Männer? Auch, wenn die Frauen in diesem Programm in der Mehrzahl sind, sind sie doch nicht so dominant, dass die Männer praktisch verschwinden. Wie immer war es spannend, mit Studierenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen ins Gespräch zu kommen, mehr über ihre Motivation und ihr Engagement zu erfahren. Es gibt immer Erstaunliches bei diesen jungen Menschen zu entdecken. Dieses Mal waren auch die Sponsoren kaum vertreten. Außer unserer Stiftung war ein junger Mann als Privatförderer und ein Repräsentant eines Rotary-Clubs anwesend, der sich bereits seit vielen Jahren für das Deutschlandstipendium einsetzt, zunächst als Professor an der Universität im Auswahlgremium, jetzt in seinem Rotary-Club, damit dieser Stipendien zur Verfügung stellt. Auch hier geht es wieder um den Einsatz einzelner Menschen, die dazu beitragen, dass es dieses Programm an der Universität überhaupt geben kann. Wir würden uns noch mehr Beteiligung aus der Wirtschaft wünschen, aber vielleicht ist das eine Aufgabe für die kommenden Jahrgänge.
Vortragsmarathon aus der marinen Biologie
27 Vorträge von 9 Uhr am Morgen bis 19 Uhr am Abend: Das war das Programm für den "Grant Proposal defence"-Tag in der Marinen Biologie. Für uns, die wir teilnehmen durfen, war es besonders interessant, denn fünf von ihnen werden von der Stiftung gefördert. Wir haben noch einmal einiges aus ihren Projekten besser verstanden: Paul Weber untersucht die Alge Ecklonia radiata im südlichen Australien, Tanya Toofany will herausfinden, wie stark die Drupella-Schnecke Korallenriffe gefährdet, Alex Mwakyoma fragt sich, warum trotz aller Belege für die Sinnhaftigkeit von kombinierten Aquakulturanlagen diese so selten in der Praxis zum Tragen kommen, Thekla Clausen beschäftigt sich mit der Eisenverfügbarkeit im südlichen Ozean, Arne Heydtmann hingegen beschäftigt der Rückgang von Hammerhaien auf den Malediven. So unterschiedlich die Themen waren, so variantenreich waren auch die Präsentationen. Wir haben wieder viel gelernt und wünschen allen, ob Geförderte oder nicht, alles Gute für ihre wichtigen und interessanten Forschungsvorhaben.
Colloquium im Kontext der Härle-Förderung
In engem Zusammenhang mit einem unserer ersten sog. Härle-Projekte stand ein Colloquium - die Verteidigung der Masterarbeit von Lisa Ohlrogge zu dem Thema "Stakeholderanalyse im Kontext der energetischen Transformation von Produktionssystemen - Entwickliung einer Analyse- und Clustersystematik". Wir wurden am Biba von dem Betreuer von Lisa Ohlrogge, Jonas Hörnschemeyer, empfangen. In der Arbeitsgruppe um Jonas Hörnschemeyer beschäftigen sich gleich mehrere Studierende mit der Frage um die Einbindung von Stakeholdern in dem wichtigen Transformationsprozess hin zur Nutzung von Erneuerbaren Energien. Dieser Weg ist gerade in kleineren und mittleren Unternehmen nicht einfach. Um so wichtiger ist es, die Hürden zu identifizieren und sich zu überlegen, wie man die Menschen, die - in welcher Form auch immer - betroffen sind, einbeziehen kann.
DAS GOLDENE PLIETSCH wird nach einem Pitch verliehen
In einem mehrstufigen Verfahren waren 12 Vorhaben ausgewählt worden, die sich im Forum am Domshof bei einem Pitch vorstellen durften. Bei allen ging es um Nachhaltigkeit, aber die Interpretation war überaus unterschiedlich. DAS GOLDENE PLIETSCH wurde dann nach Jury- und Publikumsvotum vergeben, und zwar nach dem einfachen Prinzip, dass so viele Ideen gefördert werden sollen, bis das bereitgestellt Geld ausgescchöpft war. Zehn Projekte machten das Rennen. Außerdem gab es einen Publikums- und einen Jury-Preis, die unterschiedlich ausfielen. Alle waren sich am Ende einig: Der Pitch war entscheidend. Die Papierform gab zwar eine Vorstellung davon, worum es im Einzelnen gehen sollte, aber erst die persönliche Präsentation machte das Ganze anschaulich und in den allermeisten Fällen auch verständlich. So wurden aus bisherigen Favoriten vielleicht auch eher Vorhaben, die nicht ganz vorne standen in der jeweiligen Gunst. Der umgekehrte Fall trat natürlich auch ein. Und über noch etwas war man sich einig: Die Bandbreite der Ideen war großartig und zeigte eindringlich, wieviel Potenzial für Campusbetrieb, Forschung und Lehre an der Universität vorhanden ist, um die Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen. Jetzt bleibt noch, allen gutes Gelingen zu wünschen. Zum Ende der Veranstaltung zeigten sich alle gemeinsam: Antragstellende, Gewinner:innen, Jury und Vorstand der Stiftung der Universität Bremen.
Verteidigung der Masterarbeit "Laterale Flüsse"
Was laterale Flüsse in Mangroven sind, mussten auch wir erst einmal lernen: Es geht um das organische Material, das in der Zwischenzone von Land und Meer, in dem die Mangroven stehen, durch Ebbe und Flut hin- und hergetrieben wird, sich dann ablagert und im Sediment Kohlenstoff speichert. Interessant dabei ist, dass diese Wechselwirkungen noch ziemlich wenig erforscht sind, obwohl man doch weiß, wie bedeutend Mangroven in vielerlei Hinsicht als Küstenökosysteme sind. An dieses Defizit hat sich Victoria Wegner in ihrer Masterarbeit herangewagt und in einer überzeugenden Präsentation nun ihre Ergebnisse verteidigt. Kurz zusammengefasst: es klingt nicht nur kompliziert, es ist auch kompliziert. Die Höhe der Flut kann z. B. entscheidend sein, wieviel Material in den Mangroven verbleibt oder zurückgespült wird. Auch die Lage spielt eine Rolle an einem Ästuar oder ohne Eintrag von der Landseite. Es verbleibt also noch genug an offenen Fragen für die nachfolgenden Wissenschaftler:innen. Victoria Wegner wird nun die Seite wechseln: Sie geht vom ZMT an das marum der Universität Bremen, um dort ihren Doktor zu machen.
Neujahrsempfang der unifreunde
Wie immer fand der traditionelle Neujahrsempfang der unifreunde in der Oberen Rathaushalle statt. Doch in diesem Jahr war einiges anders. Nach der Begrüßung durch den Vorstand der unifreunde, Peter Hoedemaker, und der Ansprache des Bürgermeisters Dr. Andreas Bovenschulte, gab es ein Gespräch, an dem unter der Moderation von Jan-Martin Wiarda (rechts) die Rektorin der Universität, Prof. Dr. Jutta Günther, und ihr Pendant, der Präsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Ralph Bruder, sowie ihr Kollege aus Groningen, Prof. Dr. Jonke de Vries teilnahmen. Mit ihnen auf der Bühe saßen die neue Staatsrätin im Ressort für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Karolina Komar sowie Dr. Serguei Kouzmine, der Präsident der privaten Constructor University in Bremen-Grohn. Es gab zwei beherrschende Themen: die Verteidigung der Demokratie und die Exzellenz-Initiative. Die Universität Bremen und die Universität Oldenburg haben vor kurzen ihren gemeinsamen Antrag eingereicht. Das Besondere daran: Groningen ist als Partneruniversität ebenfalls dabei. Damit werden in vielerlei Hinsicht Grenzen überschritten. Natürlich drücken nun alle die Daumen, dass dieser unkonventionelle Ansatz auch die Gutachter überzeugt. Entschieden wird im Sommer.
