2026
Auch in 2026 wird wieder einiges passieren rund um die Stiftung. Wir werden hier berichten. Was in 2025 und den Jahren davor geschah, kann unter dem entsprechenden Reiter im Archiv nachgelesen werden.
Vortragsmarathon aus der marinen Biologie
27 Vorträge von 9 Uhr am Morgen bis 19 Uhr am Abend: Das war das Programm für den "Grant Proposal defence"-Tag in der Marinen Biologie. Für uns, die wir teilnehmen durfen, war es besonders interessant, denn fünf von ihnen werden von der Stiftung gefördert. Wir haben noch einmal einiges aus ihren Projekten besser verstanden: Paul Weber untersucht die Alge Ecklonia radiata im südlichen Australien, Tanya Toofany will herausfinden, wie stark die Drupella-Schnecke Korallenriffe gefährdet, Alex Mwakyoma fragt sich, warum trotz aller Belege für die Sinnhaftigkeit von kombinierten Aquakulturanlagen diese so selten in der Praxis zum Tragen kommen, Thekla Clausen beschäftigt sich mit der Eisenverfügbarkeit im südlichen Ozean, Arne Heydtmann hingegen beschäftigt der Rückgang von Hammerhaien auf den Malediven. So unterschiedlich die Themen waren, so variantenreich waren auch die Präsentationen. Wir haben wieder viel gelernt und wünschen allen, ob Geförderte oder nicht, alles Gute für ihre wichtigen und interessanten Forschungsvorhaben.
Colloquium im Kontext der Härle-Förderung
In engem Zusammenhang mit einem unserer ersten sog. Härle-Projekte stand ein Colloquium - die Verteidigung der Masterarbeit von Lisa Ohlrogge zu dem Thema "Stakeholderanalyse im Kontext der energetischen Transformation von Produktionssystemen - Entwickliung einer Analyse- und Clustersystematik". Wir wurden am Biba von dem Betreuer von Lisa Ohlrogge, Jonas Hörnschemeyer, empfangen. In der Arbeitsgruppe um Jonas Hörnschemeyer beschäftigen sich gleich mehrere Studierende mit der Frage um die Einbindung von Stakeholdern in dem wichtigen Transformationsprozess hin zur Nutzung von Erneuerbaren Energien. Dieser Weg ist gerade in kleineren und mittleren Unternehmen nicht einfach. Um so wichtiger ist es, die Hürden zu identifizieren und sich zu überlegen, wie man die Menschen, die - in welcher Form auch immer - betroffen sind, einbeziehen kann.
DAS GOLDENE PLIETSCH wird nach einem Pitch verliehen
In einem mehrstufigen Verfahren waren 12 Vorhaben ausgewählt worden, die sich im Forum am Domshof bei einem Pitch vorstellen durften. Bei allen ging es um Nachhaltigkeit, aber die Interpretation war überaus unterschiedlich. DAS GOLDENE PLIETSCH wurde dann nach Jury- und Publikumsvotum vergeben, und zwar nach dem einfachen Prinzip, dass so viele Ideen gefördert werden sollen, bis das bereitgestellt Geld ausgescchöpft war. Zehn Projekte machten das Rennen. Außerdem gab es einen Publikums- und einen Jury-Preis, die unterschiedlich ausfielen. Alle waren sich am Ende einig: Der Pitch war entscheidend. Die Papierform gab zwar eine Vorstellung davon, worum es im Einzelnen gehen sollte, aber erst die persönliche Präsentation machte das Ganze anschaulich und in den allermeisten Fällen auch verständlich. So wurden aus bisherigen Favoriten vielleicht auch eher Vorhaben, die nicht ganz vorne standen in der jeweiligen Gunst. Der umgekehrte Fall trat natürlich auch ein. Und über noch etwas war man sich einig: Die Bandbreite der Ideen war großartig und zeigte eindringlich, wieviel Potenzial für Campusbetrieb, Forschung und Lehre an der Universität vorhanden ist, um die Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen. Jetzt bleibt noch, allen gutes Gelingen zu wünschen. Zum Ende der Veranstaltung zeigten sich alle gemeinsam: Antragstellende, Gewinner:innen, Jury und Vorstand der Stiftung der Universität Bremen.
Verteidigung der Masterarbeit "Laterale Flüsse"
Was laterale Flüsse in Mangroven sind, mussten auch wir erst einmal lernen: Es geht um das organische Material, das in der Zwischenzone von Land und Meer, in dem die Mangroven stehen, durch Ebbe und Flut hin- und hergetrieben wird, sich dann ablagert und im Sediment Kohlenstoff speichert. Interessant dabei ist, dass diese Wechselwirkungen noch ziemlich wenig erforscht sind, obwohl man doch weiß, wie bedeutend Mangroven in vielerlei Hinsicht als Küstenökosysteme sind. An dieses Defizit hat sich Victoria Wegner in ihrer Masterarbeit herangewagt und in einer überzeugenden Präsentation nun ihre Ergebnisse verteidigt. Kurz zusammengefasst: es klingt nicht nur kompliziert, es ist auch kompliziert. Die Höhe der Flut kann z. B. entscheidend sein, wieviel Material in den Mangroven verbleibt oder zurückgespült wird. Auch die Lage spielt eine Rolle an einem Ästuar oder ohne Eintrag von der Landseite. Es verbleibt also noch genug an offenen Fragen für die nachfolgenden Wissenschaftler:innen. Victoria Wegner wird nun die Seite wechseln: Sie geht vom ZMT an das marum der Universität Bremen, um dort ihren Doktor zu machen.
Neujahrsempfang der unifreunde
Wie immer fand der traditionelle Neujahrsempfang der unifreunde in der Oberen Rathaushalle statt. Doch in diesem Jahr war einiges anders. Nach der Begrüßung durch den Vorstand der unifreunde, Peter Hoedemaker, und der Ansprache des Bürgermeisters Dr. Andreas Bovenschulte, gab es ein Gespräch, an dem unter der Moderation von Jan-Martin Wiarda (rechts) die Rektorin der Universität, Prof. Dr. Jutta Günther, und ihr Pendant, der Präsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Ralph Bruder, sowie ihr Kollege aus Groningen, Prof. Dr. Jonke de Vries teilnahmen. Mit ihnen auf der Bühe saßen die neue Staatsrätin im Ressort für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Karolina Komar sowie Dr. Serguei Kouzmine, der Präsident der privaten Constructor University in Bremen-Grohn. Es gab zwei beherrschende Themen: die Verteidigung der Demokratie und die Exzellenz-Initiative. Die Universität Bremen und die Universität Oldenburg haben vor kurzen ihren gemeinsamen Antrag eingereicht. Das Besondere daran: Groningen ist als Partneruniversität ebenfalls dabei. Damit werden in vielerlei Hinsicht Grenzen überschritten. Natürlich drücken nun alle die Daumen, dass dieser unkonventionelle Ansatz auch die Gutachter überzeugt. Entschieden wird im Sommer.
