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Perspektiven eröffnen .... Nachhaltigkeit als Verpflichtung
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Lehrveranstaltung zur Mobilitätswende

Stadt- und insbesondere Mobilitätsplanung kann nur so gut sein, wie die Menschen, die diese Aufgaben erfüllen, auf die Anforderungen der Zukunft vorbereitet werden. Es ist deshalb sinnvoll, in Lehrveranstaltungen zu investieren, die die Herausforderungen adressieren.  Im Wintersemester 2026/27 wird an der Universität Bremen ein sog. Public Transport Lab in Kooperation mit dem Verein Einfach Einsteigen e. V. eine entsprechende Lehrveranstaltung zur Mobilitätswende geben. Die Stiftung unterstützt dieses Angebot u. a. mit 1.700 Euro, um u. a. die Einbeziehung von erfahrenen Fachleuten zu ermöglichen.

Antragsteller

Dominik Lange

Lehrbeauftragter an der Universitt Bremen 

in Kooperation mit dem Fachbereich 8 - Sozialwissenschaften

und dem Verein Einfach Einsteigen e. V.

Projektbeschreibung

Die von Dominik Lange geplante und geleitete Lehrveranstaltung steht Studierenden aller Fachrichtungen offen und richtet sich insbesondere an die Sozial- und Geisteswissenschaften.
Leitfrage ist, wie eine klimaverträgliche Verkehrswende demokratisch legitimiert, gesellschaftlich organisiert, rechtlich ermöglicht, finanziert und administrativ umgesetzt werden kann. Untersucht werden Instrumente zur Verringerung der Autoabhängigkeit und zur Förderung nachhaltiger Mobilität. Soziale Gerechtigkeit und Barrierefreiheit werden als Anforderungen an ihre Umsetzung einbezogen.

Acht Gastbeiträge sind vorgesehen: Es geht um Volksentscheide für mehr Klimaschutz,  einen Einblick in europäische Stadt- und Verkehrspolitik, kommunale Umsetzungsbedingungen und gesellschaftlichen Wandel durch Organisierung und praktische Alternativen. Auch werden rechtliche Spielräume von der StVO-Reform bis zum Superblock wie in Barcelona thematisiert. Wie funktionieren Hochleistungsbussysteme in Europa und was bedeutet das für eine Adaption in Deutschland. Instrumente einer genderresponsiven Verkehrswendekommen ebenso zur Sprache wie Fragen der Erreichbarkeit, von Mobilitätsarmut und gesellschaftliche Teilhabe.

Spannend wird es, wenn die Studierenden drei Sitzungen selbst gestalten. Sie recherchieren und analysieren Instrumente oder Fallbeispiele, vergleichen Ansätze und diskutieren deren Übertragbarkeit auf Bremen. Finanzierungsfragen und demokratische Legitimation gehören zu den übergreifenden Untersuchungsdimensionen.

Zum Ende der Lehrveranstaltung ist ein öffentliches Gespräch mit der Bremer Senatorin für Mobilität geplant. Auch hier wirken die Studierenden an der Ausgestaltung mit.

Das Seminar verbindet wissenschaftliche Wissensaneignung, fallbezogene Analyse und Reflexion der praktischen Umsetzbarkeit. Gastbeiträge und Diskussionen erschließen unterschiedliche fachliche Perspektiven. Deutsche und europäische Beispiele dienen dem Vergleich von Instrumenten und ihren Anwendungsvoraussetzungen.

Das Vorhaben vermittelt wissenschaftliche und praktische Kenntnisse darüber, unter welchen Bedingungen klimaverträgliche Mobilität umgesetzt werden kann. Der Klimaschutzbezug liegt in der Untersuchung von Instrumenten zur Verringerung der Autoabhängigkeit und zur Förderung von Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr sowie von Hindernissen ihrer Umsetzung.

Die Studierenden sollen befähigt werden, Ansätze fachlich begründet zu vergleichen. Sie setzen sich mit demokratischer Legitimation, rechtlichen Handlungsspielräumen, Finanzierungsfragen, kommunalen Umsetzungskapazitäten und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen auseinander.